Kindertagesstätte

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Kindertagesstätte der Ev. Martinsgemeinde
Paul-Hessemer-Str. 36
Tel. 06142 65789
Fax. 06142 797139
ev.martinskita.ruesselsheim @ ekhn-net.de
Leitung: Ute Schmidt

Von Anfang an gehört zur Arbeit der Evangelischen Martinsgemeinde die Arbeit ihrer Kindertagesstätte.
Ursprünglich in direkter Nachbarschaft zur Matthäuskirche am Böllenseeplatz gelegen, ist unsere KiTa mittlerweile in der
Paul-Hessemer-Straße beheimatet. Für uns gehört es heute mehr denn je zu unserem gesellschaftsdiakonischen
Auftrag, dass wir als konfessioneller Träger eine Kindertagesstätte in der Böllenseesiedlung betreiben.

In unserer Martins-KiTa geben wir Kindern von 2-6 Jahren in vier Gruppen Möglichkeiten, sich altersgemäß
zu entfalten. Wir unterstützen ihre Bildungsprozesse und fördern ihre Entwicklung zu eigenverantwortlichen und
gemeinschaftsfähigen Persönlichkeiten. In vertrauensvollem Austausch mit den Eltern erziehen wie sie gemeinsam in christlicher Verantwortung.

Die evangelische Martinsgemeinde nimmt mit ihrer Kindertagesstättenarbeit eine diakonische, pädagogische und gesellschaftspolitische Verantwortung wahr.


Kinderwerkstatt

Konstruieren mit Holz – März 2015

Alles fing ursprünglich ganz einfach an, mit dem Zusammenbau eines Beistelltischs für die Einrichtung. Da die Kinder hier ein großes Interesse zeigten, aber auch nicht jeder beim Aufbau helfen konnte, entschieden wir uns, ein Paar Schuhe aus Sperrholz für die Gruppe mit der Laubsäge auszusägen, mit Löchern für die Schnürsenkel zu versehen und zu schleifen. Fertig waren unsere Schnürschuhe, um überall das Schleife binden zu üben. Nun kamen fast alle Kinder auf mich zu „Darf ich auch mal sägen?“.

Da bekanntlich Vertrauen durch Zutrauen signalisiert wird, haben wir mit den Kinder weitere Ideen besprochen, dabei sind u. a. selbst hergestellte Bilderrahmen entstanden, bei denen sich alle 3− bis 6−Jährigen beim Sägen an der Gehrungslade behauptet haben. All das war unseren Kindern aber noch nicht genug, und sie wollten mehr. Also haben wir in der Gruppe bespochen, ein Projekt mit Holz zu planen und so wurde das Projekt „Schaffen wir das? Ja, das schaffen wir!“ ins Leben gerufen.

Aber wie in jedem guten Handwerk braucht man auch in einer Kinder−Werkstatt gutes Werkzeug um gut und sicher zu arbeiten. Im Auftrag der Kinder versuchte ich also, einen Sponsor für unser Projekt zu finden. Es gab natürliche viele Absagen von namhaften Baumärkten und Firmen, aber letztlich gab es ja auch eine Zusage. An dieser Stelle geht ein großes Dankeschön an die Hornbach−Baumarkt−AG, die uns mit einer großzügigen Spende bei unserem Projekt unterstützt.

Bei dem Projekt selbst geht es um einen sorgsamen Umgang mit Ressourcen, die uns zur Verfügung stehen, aber auch ganz klar, was kann ich mit Werkzeugen alles machen, und wie gehe ich vor allem sicher mit ihnen um.

Die Kinder lernen Fertigkeiten und eignen sich dabei selbst Fähigkeiten an, die sie durch selbst gemachte Erfahrungen niemals vergessen werden, zumal der Spaß an der Sache im Vordergrund steht. Lernen soll ja schließlich auch Spaß machen.

Konstruieren mit Holz – Juni 2015

So schnell vergeht die Zeit und unser Projekt „Schaffen wir das? Ja, das schaffen wir!“ ist schon wieder zu Ende. Was unsere fleißigen Handwerker dabei alles gelernt haben, und welche tol-len Werkstücke dabei entstanden sind, erfahren Sie hier.

Zum Einstieg war uns allen klar „Wir arbeiten mit Holz!“ in unserem Projekt, aber woher kommt eigentlich Holz? Dieser spannenden Frage sind wir auf den Grund gegangen. O.k., Bäume sind aus Holz. Anhand eines kleinen Lego-Waldes wurde sichtbar gemacht, was passiert eigentlich, damit wir etwas bauen können, wie z. B. ein Regal, einen Stuhl oder einen Tisch. Ein Baum muss dafür gefällt werden.

Nur als unser Lego-Wald letztlich „aufgebraucht“ war, gab es eine neue Überlegung: Wo kommen denn die Bäume her? Bäume sind die größten Pflanzen auf unserer Erde, sie wachsen aus Samen und zwar gaaaaaaaanz langsam. Als Vergleich haben wir eine Eichel und Kresse gepflanzt/gesät. Die Kinder haben alles mithilfe einer Sprühflasche mit Wasser versorgt und sehr gut gemeinsam Verantwortung für „ihre“ Pflanzen getragen.
So konnte bereits nach zwei Wochen die Kresse gemeinsam auf Butterbrotschnittchen gegessen werden. „Und wie hat es euch geschmeckt?“ „Lecker!“

Dann war es endlich so weit: gemeinsam wurden Regeln für die „Kinder-Werkstatt“ besprochen.

kinderwerkstatt

Regeln sind wichtig, damit sich keiner verletzt. Grundregel war dabei, niemand geht mit Hausschuhen in die Kinderwerkstatt. Warum, das haben die Kinder bereits am Anfang schon sehr gut erklärt. Es kann z. B. etwas auf den Fuß fallen oder man tritt in etwas rein.

Nach einer Grundeinführung und was man mit den einzelnen Werkzeugen alles machen kann, konnte es auch schon in zwei Kleingruppen losgehen. Dabei konnte allerdings immer nur ein Kind sägen, während die anderen mit z. B. Winkel, Bleistift, Raspel und Feile usw. arbeiten durften. Es wurde dabei geübt, wie man selbst einen Nagel am besten in ein bzw. durch zwei Holzstücke schlagen kann, oder mit welchem Werkzeug bekommt man eine Schraube in ein Stück Holz. Aber was kann man vor allem machen, wenn es mal nicht so klappt, wie man es sich vorgestellt hat.

Schnell entstanden dabei Sachen wie z. B. ein Parkschild, ein Sandwich, ein Multifunktionsmöbelstück, aber auch ein Sternenzerstörer und Boote. Sehr interessant dabei war, dass unsere Projektphasen stets außerhalb des Projekts weitergeführt wurden, wie z. B. eine neue Baumsorte, die nachgebaut wurde oder Boote aus Eierschachteln.

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Ganz am Ende war es dann so weit und die erste Eiche wuchs sichtbar aus ihrem Pflanzentopf.
„Wie fandet ihr das Projekt?“ „Echt cool“ „Können wir mal wieder etwas mit Holz machen?“, war am Ende die Aussage von den Kindern.

Markus Justus